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LRS

Unser Angebot zum Thema LRS

Wenn Schülerinnen und Schüler Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten haben, ist fundierte Förderung gefragt. Scolix bietet eine große Auswahl an Materialien, um Kinder und Jugendliche optimal zu fördern, die Probleme beim Lesen und/oder Schreiben haben.

Unser Angebot im Überblick:

FRESCH: Fit trotz LRS (GS)

Die erfolgreiche Reihe zur Lese-Rechtschreib-Schwäche -
basierend auf der ganzheitlichen FRESCH-Methode!

Das LRS-Programm für die Regelschule (GS)

LRS-Kinder systematisch im Regelunterricht begleiten -
hier finden Sie passende Materialien!

 LRS in der SEK

Auch in der Sekundarstufe gibt es Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Lesen und Schreiben schwer tun.
Wir haben altersgerechter Fördermaterialien im Programm.

LRS im Fremdsprachenunterricht

LRS-Kinder haben beim Englischlernen häufig besondere Probleme. Sie haben Schwierigkeiten
mit der Laut-Buchstaben-Zuordnung,
der korrekten Aussprache und der komplexen Schreibweise der englischen Wörter.

 

Was ist zu tun bei LRS, also Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten bzw. Lese-Rechtschreib-Schwäche?

In einigen Bundesländern werden alle Schülerinnen und Schüler regelmäßig mit standardisierten Tests geprüft: Wie weit sind sie im Lese- und im Rechtschreiberwerb? Die Ergebnisse werden in der individuellen Lern- und Förderplanung berücksichtigt. Kinder, die in den Tests schlecht abschneiden, also schwer von LRS betroffen sind, erhalten additive Förderung oder einen Nachteilsausgleich. Das gilt für die Grundschule, aber auch für den Übergang an die weiterführenden Schulen, die Orientierungsstufe.

Aber auch im Regelunterricht müssen LRS-Kinder gezielt unterstützt werden. Eine besondere Herausforderung für Lehrpersonen sind solche Kinder, bei denen die Schwäche zwar bekannt ist, aber nicht so stark, dass ein rechtlicher Anspruch auf Therapie und Ähnliches besteht. Dann steht und fällt die passgenaue Unterstützung oft mit den Angeboten einer Lehrperson. Oder die Kinder lernen nicht so gut lesen und schreiben, wie es möglich und nötig ist.

Ein guter Ansatzpunkt, speziell im Anfangsunterricht, ist hier, die wichtigen Strategien der LRS-Förderungen direkt bei allen Kindern einzuführen.

 

Dazu setzt man direkt bei den Vorläuferfähigkeiten an: Das ist zum einen grafomotorische Förderung: die Fingerbeweglichkeit und die Handmotorik trainieren, den Dreipunktgriff erarbeiten, die Auge-Hand-Koordination und das Zeichnen geometrischer Grundformen schulen, die für eine lesbare Schrift wesentlich sind. Zum anderen übt man, Laute zu erkennen, Wörter in Silben zu gliedern und immer ganzheitlich mit dem Sprech-Schreib-Rhythmus zu arbeiten.

 

Das eigentliche Lesen- und Schreibenlernen setzt bei den Laut-Buchstaben-Zuordnungen an. Diese sind im Deutschen wie in den meisten Sprachen nicht eindeutig: Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie ein Buchstabe klingen kann, z. B. klingt das V in „Vase“ wie ein /w/, aber in „Vater“ wie ein /f/. Genauso gibt es mehrere Möglichkeiten, einen Laut zu verschriftlichen, z. B. den langen a-Laut durch ein a wie in „Bad“, ein ah wie in „fahren“ oder ein aa wie in „Haar“.

Wie soll man das also beibringen? Indem man bei den häufigsten Zuordnungen anfängt, den sogenannten Basisgraphemen, z. B. a für /a:/, den langen a-Laut, f für /f/ und w für /w/.

Wörter, die nur mit solchen Basisgraphemen geschrieben werden, sind laut(ge)treu. Erst wenn diese Zuordnungen sicher beherrscht werden, also lautgetreue Wörter sicher gelesen und geschrieben werden, geht man zu anderem Wortmaterial über.

 

Dabei kommen vier leicht zu lernende Strategien zum Einsatz, die aus der Freiburger Rechtschreibschule (FRESCH) bekannt sind:

  • Schwingen: Man spricht ein Wort deutlich und schwingt dazu mit der Hand Silbenbögen in der Luft. So wird die Silbenstruktur deutlicher wahrnehmbar. Später zeichnet man diese Bögen unter die Silben. Das erleichtert das Erfassen und Schreiben von lautgetreuen Wörtern, z. B. „To-ma-te“.
  • Verlängern: Man bildet den Plural, den Infinitiv oder die Steigerungsform und macht so die Grapheme b, d und g, die im Auslaut stimmlos gesprochen werden, stimmhaft hörbar, z. B. das g in „wichtig“ durch die Verlängerung zu „wichtige“. Wird es in einer Form des Wortes mit b, d oder g geschrieben, dann gilt das auch für alle anderen Formen.
  • Ableiten: Man führt ein Wort auf ein verwandtes Wort zurück, um sich die richtige Schreibung herzuleiten. Diese Strategie kommt häufig bei Schreibung der s-Laute zum Einsatz, z. B. das s in „ihr lest“ (von „lesen“), und bei der Entscheidung zwischen ä und e bzw. äu und eu, z. B. beim ä in „Hände“ (von „Hand“).
  • Merken: Falls die ersten drei Strategien nicht greifen, hilft zunächst nur eins: das Einprägen der Schreibung, z. B. durch Markieren des Doppelvokals in „See“ oder das Formulieren von Eselsbrücken.

 

Je nach Alter und analytischem Vermögen der Lernenden können im Bereich des Merkens auch Regeln und Strategien zu gewissen Phänomenen zum Einsatz kommen. Dazu gehört die Zergliederung von Wörtern in Morpheme, die im Deutschen in der Regel gleich geschrieben werden. Die sogenannte „Morphemkonstanz“ ist die Grundlage für die Strategien des Verlängerns und Ableitens: Schreibt man ein Wort z. B. in einer Form mit s, dann schreibt man es in allen Formen mit s, egal ob das s stimmhaft („sausen“) oder stimmlos („saust“) klingt. Eine weitere Strategie ist z. B. die Beachtung von Vor- und Nachsilben wie „ver-“ oder „-ung“.

Spätestens bei den Fragen „Schreibe ich das groß oder klein?“ und „Schreibe ich das getrennt oder zusammen?“ wird es wichtig, nicht nur mit isolierten Einzelwörtern zu arbeiten. Diese Fragen entscheidet man im Satz- oder Textkontext. Nur so kann man die Großschreibung am Satzanfang oder bei der Substantivierung von Wörtern vermitteln.

Das gelingt vielen Schülerinnen und Schülern – und insbesondere denen mit LRS – noch nicht beim spontanen Schreiben. Das verlangt viel Übung und Automatisierung. Umso bedeutsamer ist es für sie, ihre Texte erst zu formulieren, dann zu verschriftlichen und anschließend mithilfe der ihnen bekannten Strategien gründlich zu überarbeiten.